Am Nachmittag des 3.6. hatte sich über dem Westen der Türkei eine sehr fokussierte Sporadic-E-Wolke aufgebaut. Sie ermöglichte einzelne QSOs von 4X/OM2IB (KM72JC) nach Bulgarien – und von Süddeutschland in den Libanon (OD5)!

Erwin, DK5EW, aus JN48MB berichtet, dass er mehr oder weniger zufällig um 1650 UTC aufs Band geschaut hatte und auf 144,174 MHz in FT8 plötzlich OD5VB (KM73UX) dekodierte. In solchen Momenten weiß man die Vorteile einer Transistor-PA zu schätzen, die ohne Heizzeit sofort die Leistung zur Verfügung stellt: Sofort nach dem QSO OD5VB-DK0A rief DK5EW mit -07 an, und OD5VB kam sogleich mit R-07 zurück. Nun galt es zu hoffen, dass auch die 73s in der Levante ankommen. Was tatsächlich der Fall war: OD5VB antwortete auf Erwins RR73 sogleich mit 73, das neue DXCC und die 2712 km waren im Log. OD5VB war an diesem Tag die einzige Station, die Erwin via Es empfangen hat.

Außer DK5EW erreichte die libanesische Station DK0A (JN48CO), DF8IJ (JN48IS) und DL8MAI (JN57FV). Möglicherweise ist dem Team von DK0A sogar die Erstverbindung gelungen, denn zumindest findet sich in der Erstverbindungsliste für den Libanon kein Eintrag.

OD5VB scheint nur mit Transceiverleistung auf eine kleine homemade mini log-Antenne zu arbeiten. Für Sporadic E reicht das mitunter, wie wieder einmal belegt wurde.

– DF2ZC

Quelle: Funkamateur.de