ChatGPT, die “Computer-Schreibmaschine”, ist seit vorigem Winter online und hat nicht nur selbst jede Menge mehr oder weniger brauchbare Texte erzeugt, sondern auch menschliche Autoren zu vielen Texten über ChatGPT angeregt. Meist werden die Fähigkeiten eines solchen Programms missverstanden; es kann nicht recherchieren, sondern nur Textvorgaben schöner formulieren. Auch im FUNKAMATEUR wird demnächst etwas zu ChatGPT erscheinen.

Inzwischen ist ChatGPT auch über die Microsoft-Suchmaschine Bing erreichbar, ebenso Googles Konkurrent Bard über bard.google.com. Facebooks Mutterkonzern Meta will nun die zweite Version seines Sprachmodells LLaMA ebenso online stellen.

Im Gegensatz zum proprietären ChatGPT von OpenAI soll LLaMA als Open Source veröffentlicht werden [spektrum.de]. Das wohl eher unfreiwillig, weil Version 1 bereits ungewollt geleakt wurde. Allgemein gilt bislang die These, dass die Offenlegung des Source-Codes das Risiko mit sich bringt, dass dieser für kriminelle oder totalitäre Interessen abgewandelt werden könnte. Anderseits sind die Schwachstellen offengelegter Quellen besser erkennbar, um sie zu beseitigen, wie man bei dem Missbrauch von Sicherheitsrisiken in Software sieht.

Meta will außerdem auch eine Alternative zum Kurznachrichten-Blog-Dienst Twitter anbieten, der seit dem Kauf durch Elon Musk noch polemischer genutzt wird, als es zuvor schon durch Donald Trump und andere geschah. Allerdings vergrößert sich so auch die Macht von Meta, die schon Facebook, Instagram und Whatsapp betreiben.

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Quelle: Funkamateur.de